Über mich


Das „Puppenmachen“ ist für mich etwas Wunderbares.

Ein kreativer Prozess. Für mich keine Mühe, sondern die Möglichkeit etwas Gesehenes und etwas Gefühltes miteinander zu verbinden. Ein Zustand aus einem inneren Wunsch heraus zu handeln. Dem Wunsch nach Ausdruck und Einzigartigkeit.

Wie alles begann

Die Grundidee oder vielmehr der Wunsch war nicht, Puppen zu verkaufen, sondern sich einen kleinen Traum zu erfüllen. Allerdings hieß der nicht „ich mach mir eine Puppe!“, sondern vielmehr ich will etwas mit den Händen tun, etwas entstehen lassen.

Seit meinem Studium der Sozialwissenschaften und der Pädagogik war ich auf Kopfarbeit reduziert. Jedoch war mir das nach einigen beruflichen Erfolgen zu wenig. Meine Wurzeln meldeten sich (meine Eltern waren Künstler) und gewisse kindliche Prägungen wurden spürbar. Zuerst suchte ich nach einem Ausgleich, einem mentalen Rückzugsort. Es trieb mich in eine Buchhandlung – bei Kopfmenschen nichts Außergewöhnliches – und bei der norwegischen Designerin Tone ­Finnanger wurde ich fündig.

Ich begann zu nähen und nähte mich durch alle damals verfügbaren Kreativbücher, die es auf dem Markt gab und erlernte autodidaktisch diverse Näh- und Sticktechniken. Jedoch spürte ich eine gewisse kreative Grenze und wollte nicht mehr nur „nachnähen“, sondern selbst entwerfen und ausprobieren. Ich wollte Puppen machen. So fing ich an, meine eigenen Entwürfe von Puppen zu entwicklen und umzusetzen. Nicht jeder Versuch war von Erfolg gekrönt und einige Puppen waren grausige Fehlschläge. Manchmal muss man etwas ausprobieren, um zu wissen, wie es nicht funktioniert.Dieser zuweilen frustrierende Prozess gehört eindeutig zu jedem kreativen Entwicklungsweg, wie ich erfuhr – „Kreative Menschen versagen immer wieder und die wirklich guten sogar sehr oft“ (Steven Kotler) Dennoch entstand nach vielen Versuchen eine wunderbare und stetig wachsende Sammlung an kleinen und großen liebevoll gestalteten Puppen, die jede für sich individuell und einzigartig ist.

Quelle der Inspiration

Kein Designer, Künstler oder Puppenmacher ist frei von äußeren Einflüssen und Kenner der Szene entdecken natürlich gewisse Ähnlichkeiten zur norwegischen Designerin Tone Finnanger und „Tilda“. Dazu stehe ich auch ganz offen und voller Dankbarkeit. Wäre sie nicht gewesen, hätte ich nicht angefangen kreativ zu arbeiten. Sie war aber nicht die Einzige. Denn besonders beeinflusst haben mich die schlichten und doch sehr liebevoll gestalteten Puppen der Schweizer Puppenmacherin Sasha Morgenthaler. Als Kind bekam ich eine Puppe geschenkt und bin mit den Jahren zur Sammlerin geworden. Die Idee des Einfachen und des Schlichten der Morgenthaler Puppen setzte ich bei meinen Ideen und Entwürfen um. Wichtig war mir einen einfachen Körper zu entwickeln, der zum einen leicht zu nähen ist und zum anderen in der Körpergröße und in der Wahl ihres Aussehens flexibel ist.

Auch bei der Kleidung war mir die Einfachheit des Designs, gespickt mit kleinen Details sehr wichtig. Am Anfang fiel die Wahl auf gemusterte Hauskleider mit Schürze, Matrosenkleider und leichte Sommerkleider. Die Bilder des schwedischen Malers Carl Larrson waren hier eine besondere und unerschöpfliche Inspirationsquelle.

Entwicklungsprozesse

Im Laufe der Zeit entwickelte ich meinen eigenen Stil, welcher immer mehr von einer gewissen Schlichtheit geprägt wurde. Weniger ist oft mehr. Warum? Ein Kind ist in der unglaublichen Lage aus allem ein Spielzeug zu machen. Aus einem Knopf, Stock oder einer Holzklammer entstehen Figuren, deren Geschichten in der Fantasiewelt des Kindes erzählt werden. Ich erkannte erneut, Kreativität braucht Raum und keine Grenzen. Umso schlichter die Puppe umso mehr Raum für die persönliche Interpretation bleibt beim Betrachter. Es entsteht etwas Besonderes im Kleinen. Das wurde zu meinem Motto. „SCHLICHTHEIT“

Dieser Entwicklungsweg spiegelt sich in der Sammlung der Modelle wieder. Schauen Sie rein und lassen sie ihrer Fantasie Raum…

Die Philosophie

Schlichtheit – Aus einfachen Baumwollstoffen, Leinen, Wolle in Naturtönen und Füllwatte kann wunderbares von Hand entstehen. Die Komposition aus schlichtem Design und natürlichen Materialien in Verbindung mit ruhigen Erdfarben lassen etwas Feines und Reines entstehen, was dem Betrachter ermöglicht, seinen Gedanken und Fantasien freien Lauf zu lassen…

Was für eine Geschichte verbirgt sich hinter den zwei kleinen schwarzen Augen? Welche zarte Seele wohnt in diesem zierlichen Körper? All das weiß nur der, der sich auf das Geschöpf in seiner Hand einlässt und es versteht.

Lassen Sie sich ein und entdecken Sie!

Die Berliner Puppenmanufaktur

Die Unterstützung von Freunden und Familie bei meinem kreativen Feuerwerk war außerordentlich und warf die Idee zu einem eigenen Label auf und so wurde die „Berliner Puppenmanufaktur“ geboren.  Auch hier habe ich vieles ausprobiert und mich für ein kleines feines Sammelsurium entschieden: Puppen,  drollige Tiere, kleine Hunde, eine eigenwillige Ratte und Wohnaccessoires mit meinem Logo.

Meine Produkte finden Sie in meinem  DaWanda-Shop.

Lassen Sie sich mitnehmen in eine Welt, in der ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt werden.
Ihre Julia Schötz

© Berliner Puppenmanufaktur